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Eindrücke aus der Teilnahme an einem REBOUND Kursprojekt

Im Rahmen eines Praktikums bei FINDER hatte ich als Lehramtsstudierende die Möglichkeit in einen REBOUND Kurs in der Fichtenberg Oberschule in Berlin Steglitz-Zehlendorf zu hospitieren.

Im REBOUND Kursprojekt geht es darum, dass die SchülerInnen ihre eigenen Ideen und Konzepte aktiv umsetzen. Dabei arbeiten die TeilnehmerInnen in Kleingruppen zusammen und übertragen ihre Erfahrungen und ihr gelerntes Wissen aus dem REBOUND Kurs auf ihr eigenes kleines Projekt. Was dabei am Ende herauskommt, ist den SchülerInnen freigestellt. Beispielsweise kann es in Form eines Videos, einer Bilderreihe oder eines Interviews erfolgen.

Eine Kleingruppe hatte die Idee, die Persönlichkeitsentwicklung von Jugendlichen darzustellen. Die SchülerInnen wollen dies mit Hilfe von surrealen Elementen umsetzen. Beispielsweise hatte sich die Gruppe überlegt anhand von einem Spiegelbild, welches farbig angemalt wird, die Zwiegespaltenheit von Jugendlichen gegenüber ihrem äußeren Auftreten zu veranschaulichen. Eine andere Gruppe wiederrum hat sich der Thematik Vergewaltigung, Drogen und Entscheidungsfindung gewidmet. Sie wollen mit Hilfe eines Traumes darstellen, zwischen welchen verschiedenen Wegen eine Jugendliche wählen kann, um mit einer Vergewaltigung umzugehen.

Nach meinen Beobachtungen besteht die Herausforderung als Lehrkraft bei der Durchführung des Kursprojektes darin, ein gutes Gleichgewicht zwischen einer „Laissez-faire“- und steuernden Haltung zu finden. Es ist wichtig, dass die SchülerInnen genug Freiraum erhalten, um ihre Kreativität entfalten zu können. Jedoch muss als Lehrkraft auch darauf geachtet werden, dass die SchülerInnen die Gruppenarbeit sinnvoll nutzen und nicht in unterrichtsfernen Beschäftigungen abschweifen. Ferner bietet das Kurs-Projekt die Möglichkeit für die Lehrperson Interaktionsprozesse unter den SchülerInnen zu beobachten und zu beeinflussen. Folglich bietet dies auch die Möglichkeit für die Lehrkraft die Schüler differenzierter zu betrachten, beispielsweise wie Schüler mit der Aufgabenstellung und wie sie miteinander umgehen. Dies ermöglicht den Lehrenden Schlussfolgerungen auf eine mögliche Förderung einzelner Schüler zu ziehen.

Zudem finde ich es wichtig den SchülerInnen vorab wenig Vorlagen zu geben. Das trifft zumindest auf Klassen zu, die motiviert sind, Kursprojekte zu gestalten. Stattdessen sollten gemeinsam mit den SchülerInnen Ideen gesammelt werden, so dass diese genug Freiraum bekommen, ihre eigene Kreativität zu entfalten. Für mich war es eine super Erfahrung, das Kursprojekt zu begleiten und ich war positiv überrascht, was für tolle Ideen die Schüler gemeinsam entwickelt haben. Außerdem war es sehr spannend den interaktiven Prozess innerhalb der Kleingruppen mit zu verfolgen.

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