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Europäische Qualitätsstandards zur Suchtprävention (EDPQS)

Europäische Qualitätsstandards zur Suchtprävention (EDPQS)

Das Feld (schulische) Suchtprävention hat sich in den vergangenen Jahrzehnten paradigmatisch wie auch hinsichtlich der inhaltlichen Güte stark gewandelt. In systematischen Studien (z.B. Cuijpers, 2002) wurden die wirksamen Bestandteile von wissenschaftlich evaluierten Programmen und Initiativen herausgearbeitet und zusammengefasst.

Das EDPQS Projekt (European drug prevention quality standards) hat sich zum Ziel gesetzt, die Vielfalt wissenschaftlicher Erkenntnisse zu evidenzbasierter Suchtprävention zu bündeln und um wichtige Werkzeuge und Hilfsmittel für Entscheidungsträger, Wissenschaftler und Praktiker zu ergänzen.

Gründe für die Anwendung von Qualitätsstandards zur Suchtprävention sind (unter anderem):

  • Die Steigerung der Güte von Präventionsmaßnahmen
  • Eine Reduktion der Auftretenswahrscheinlichkeit unerwünschter Programmwirkungen
  • Die Steigerung der ökonomischen Effizienz (adäquate Allokation von Fördermitteln)
  • Die Sicherstellung der bestmöglichen Ergebnisse für die Zielpopulation

Bei der Entwicklung und Evaluation von REBOUND wurden die Standards als Vergleichsreferenz angewendet. Außerdem ist das REBOUND Projektteam im Rahmen des EDPQS Projekts als assoziierter Partner beteiligt gewesen.

Es sollte im Interesse aller Akteure und insbesondere auch der Adressaten von Präventionsmaßnahmen liegen, dass die EDPQS-Standards und Materialien zunehmend Anwendung finden.


 

Pim Cuijpers, Effective ingredients of school-based drug prevention programs: A systematic review, Addictive Behaviors, Volume 27, Issue 6, November–December 2002, Pages 1009-1023, ISSN 0306-4603, http://dx.doi.org/10.1016/S0306-4603(02)00295-2.