Verkörperung, Entkörperung und psychische Gesundheit

Vortrag von Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs auf der Tagung „Unter welchen Bedingungen? Psychische Gesundheit und die Frage nach dem guten Aufwachsen“ am 14. Oktober 2026 in Heidelberg.

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  • Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs

Warum nehmen depressive Syndrome, Ängste, Einsamkeit und Selbstverletzungen bei Jugendlichen zu, und was haben digitale Medien damit zu tun? Thomas Fuchs geht von der verkörperten Kognition aus: Denken, Lernen und Fühlen beruhen wesentlich auf leiblicher Erfahrung, Bewegung und zwischenmenschlicher Resonanz.

Smartphones und soziale Medien fördern dagegen entkörperte Kommunikation. Reale Begegnung, gemeinsames Spiel und körperliche Aktivität werden durch Bildschirmkontakte ersetzt. Das schwächt soziale Resonanz und begünstigt Isolation, sozialen Vergleich, emotionale Überforderung und suchtähnliche Nutzung. Der Vortrag bezieht Studien zu Mediennutzung, Schlaf, Selbstverletzung und Naturerfahrung ein und fragt, was die Auslagerung des Denkens an künstliche Intelligenz für die Entwicklung bedeutet. Am Ende steht ein Plädoyer für eine Pädagogik der Verkörperung: mehr Bewegung, Naturerfahrung, persönliche Begegnung und leiblich präsente Lernformen.

Der Vortrag wurde am 14. Oktober 2026 gehalten auf der Tagung „Unter welchen Bedingungen? Psychische Gesundheit und die Frage nach dem guten Aufwachsen“ in Heidelberg.

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