Was Sie mitnehmen
- Eine Entscheidungslogik, um Präventionsansätze nach ihrem Evidenzstand einzuordnen: wirksam belegt, wahrscheinlich wirksam, nicht evaluiert, nachweislich schädlich – differenziert nach universeller, selektiver und indizierter Prävention.
- Die -Werkzeuge für den Projektzyklus, von der Bedarfserhebung bis zur Dissemination.
- Die als internationalen Bezugsrahmen, einsetzbar in Förder- und Bewilligungsverfahren.
- Das -Modell und das als gemeinsame Sprache für die Programm- und Interventionsgestaltung.
- Das Vokabular für die Fachkommunikation mit Forschung, Förderern und Politik.
- Ein persönliches -Zertifikat und Zugang zum europaweiten Fachnetzwerk.
Was zur Wirkung bekannt ist
Belegt sind Kompetenzgewinne, nicht veränderte Entscheidungen. FINDER hat das Basismodul 2020 mit einer Vor-Nach-Befragung ausgewertet. Bei 51 Teilnehmenden verbesserten sich 14 von 25 selbst eingeschätzten Kompetenzbereichen statistisch bedeutsam, sechs davon mit großem Effekt (Cliffs δ ab 0,474): am stärksten die Nutzung von Programmregistern wie der Grünen Liste (δ = 0,565), das Verständnis der Bestandteile evidenzbasierter Prävention (δ = 0,560) und die Methoden der Interessenvertretung (δ = 0,543). Die Auswertung ist unsere eigene und hat vier Grenzen, die wir mitnennen. Sie beruht auf Selbstauskunft ohne externe Validierung, sie hatte keine Kontrollgruppe und erlaubt damit keine Kausalaussage, die Stichprobe ist klein, und in der Nachbefragung nach sieben Monaten fielen 81,4 % der Befragten aus (von Heyden et al., 2025).
Die elf Personen der Nachbefragung berichteten Umsetzung vor allem bei Qualitätsstandards. Die Hürden lagen dabei nicht im Wissen, sondern in Hierarchien, in der Akzeptanz auf Entscheidungsebene und im Konflikt zwischen Evidenz und politischem Willen. Für Kroatien berichten Ferić et al. (2025) dasselbe Muster, erreichte Lernziele bei 119 Teilnehmenden der Entscheidungsebene und kein Instrument, um die Wirkung auf das nationale Präventionssystem zu messen. Kontrollierte Wirkungsstudien zum EUPC liegen nach unserer Kenntnis bislang nicht vor.
Durchführung und Varianten
Für die Durchführung als interne Schulung vor Ort in einer Verwaltung oder Einrichtung gelten gesonderte Preise, die wir vorab schriftlich vereinbaren.
Neben der Standardversion „Psychoaktive Substanzen“ führt FINDER drei thematische Varianten mit eigener inhaltlicher Grundlage. Gewalt- und Extremismusprävention richtet sich an Polizei, Schulsozialarbeit, Jugendarbeit und kommunale Präventionsarbeit. Eine multiprofessionelle Variante aus dem EU-Projekt Frontline Politeia (2022–2023) wendet sich an Fachleute an den Schnittstellen Schule, Jugendhilfe und Sicherheitsbehörden. PROXI vertieft die entwicklungsorientierte Radikalisierungsprävention für Fach- und Führungskräfte in Schule, Jugendhilfe und Kommune. Die EUPC-Didaktik bleibt in allen Varianten erhalten, die inhaltlichen Referenzdokumente stammen aus dem jeweils einschlägigen Forschungsfeld.