FINDER wurde im Mai 2013 an der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg gegründet, zunächst unter dem Namen „Akademie für Soziales Lernen und Bildungsinnovation e.V.". Hintergrund war die Erfahrung aus der Heidelberger REBOUND-Forschungsphase (2010–2013), dass die deutsche Präventionslandschaft zwar engagierte Akteure kannte, aber nur selten systematisch evidenzbasiert arbeitete. Zwischen dem internationalen Stand der Forschung und der Praxis im Feld bestand eine breite Lücke. FINDER wurde gegründet, um sie zu schließen.
FINDER ist seit seiner Gründungszeit europäisch eingebettet. Bereits 2013 und 2014 war das Lebenskompetenzprogramm REBOUND eine der Fallstudien von , der zweiten Phase des europäischen Qualitätsstandard-Projekts zur Suchtprävention (Prev-Standards, gefördert durch die Europäische Kommission, koordiniert von der Liverpool John Moores University). 2017 folgte die Mitwirkung am EU-Forschungsprojekt in neun EU-Mitgliedstaaten, aus dem später das hervorging. Seither ist die Einbettung in den Fachrahmen der kontinuierlich vertieft worden.
2020 und 2021 übernahm ein neuer Vorstand – Maximilian von Heyden, Prof. Dr. Benjamin Löhner und Vivien Voit – die operative Leitung. Die Arbeit verschob sich strukturell von Einzel-Curricula zu mehrjährigen Setting-Prozessen in Schule, Kommune und Jugendhilfe.
Heute ist FINDER als Leistungserbringer nach § 20a SGB V in drei Settings aktiv. In Deutschland arbeiten über 55 Kommunen mit Communities That Care (CTC) – der kommunalen Rahmenstrategie, deren Verbreitung FINDER gemeinsam mit dem Landespräventionsrat Niedersachsen trägt. Schools That Care und Weitblick begleiten gemeinsam 130 Schulen, REBOUND wird an 53 Standorten eingesetzt und ist zudem nationales Programm in Rumänien. FINDER begleitet 5 laufende Drittmittelprojekte – darunter RBYC-Adapt in Kooperation mit der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health – mit einem Kollegium von 21 Mitarbeitenden. Die Geschäftsstelle liegt in Berlin, der Vereinssitz in Heidelberg; das Vereinsregister wird beim Amtsgericht Mannheim geführt.
2023 wurde dem Vorstandsvorsitzenden Maximilian von Heyden der Leading European Prevention Science Practitioner Award der verliehen – eine personengebundene Auszeichnung für Verdienste um evidenzbasierte Prävention in Deutschland und Europa.