Magazin · Rubrik Prävention

Prävention.

Evidenzbasierte Ansätze, kommunale Strategie, Implementierungsforschung.

28 Beiträge in Prävention

chronologisch

  1. Der früheste Ansatzpunkt: Was familienbezogene Prävention leisten kann und wen sie nicht erreicht

    Kaum ein Befund der Präventionsforschung ist so gut belegt wie der Hebel der Erziehung, und kaum ein Setting wird so zuverlässig verfehlt. Über den Wirkmechanismus, die Effektgrößen, die Grenzen der bekanntesten Programme und die eigentliche Frage der familienbezogenen Prävention: die nach der Erreichbarkeit und den Verhältnissen, in denen Familien leben.

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  2. Prävention als Beziehungsarbeit. Was Thomas Fuchs' ökologisches Paradigma für die Debatte um schulische Mental-Health-Programme bedeutet

    Schulische Mental-Health-Programme wirken im Schnitt kaum, manche schaden. Was Thomas Fuchs' ökologisches Paradigma für eine beziehungsorientierte Prävention psychischer Gesundheit bedeutet.

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  3. Suchtprävention im Wandel: Konzepte und Praxis im internationalen Spiegel

    Konzepte und Praxis der Suchtprävention im Wandel: von der Abschreckung über die Risikokompetenz bis zur Verhältnisprävention.

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  4. Keine gesunden Schulen ohne gesunde Lehrkräfte: Was über die Umsetzung von Programmen zur Lehrkräftegesundheit bekannt ist

    Ein Scoping Review zeigt: Bei Programmen für die psychische Gesundheit von Lehrkräften ist gut belegt, was wirkt – wie sie im Schulalltag ankommen, bleibt unterbelichtet. Eine Einordnung für die Präventionspraxis.

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  5. Wenn Wissenschaft geleugnet wird

    31 Techniken der Wissenschaftsleugnung (Cook, 2020), übertragen auf die Prävention: Wie man erkennt, wann ein berechtigter Einwand aufhört, die Evidenz zu prüfen, und anfängt, sie zu vermeiden – ein Spiegel auch für die Evidenzseite.

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  6. Kleine Effekte, große Fragen: Was eine neue Metaanalyse über schulische Interventionen zur psychischen Gesundheit verrät

    Eine Metaanalyse über 18 randomisierte Studien findet für schulische Programme zur psychischen Gesundheit nur einen Gesamteffekt von Hedges’ g = 0,068, bei universellen Angeboten noch kleiner. Liegt der Nutzen nahe null, wiegt jeder iatrogene Effekt schwer.

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  7. Wenn Verständigung gelingt: Warum die deutsche Prävention Partizipation und Evidenz zusammendenken muss

    Partizipativ oder evidenzbasiert? Der Gegensatz, der die deutsche Prävention durchzieht, ist falsch. Wie Habermas’ Diskursethik, das kommunale Modell Communities That Care und der Rechtsrahmen zeigen, dass beides zusammengehört.

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  8. Primum non nocere: Wenn schulbasierte Mental-Health-Programme schaden statt helfen

    Zwei Studien von 2025 zeigen, dass schulische Programme für die psychische Gesundheit auch schaden können: Ein Scoping Review fand bei methodisch strengen Studien 33 Prozent negative Ergebnisse, die AWARE-Studie höhere emotionale Belastung nach Programmende.

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  9. Die unsichtbare Hand: § 20a SGB V, Marktmechanismen und evidenzbasierte Steuerung in der Prävention und Gesundheitsförderung

    Das Präventionsgesetz baut, was Julian Le Grand einen Quasi-Markt nennt: Lebenswelten wählen, Kassen finanzieren entlang evidenzbasierter Kriterien. Warum die Mittel steigen und die Erreichung der Benachteiligten dennoch sinkt – und was die Lücke schließt.

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  10. Schulgesundheitsfachkraft in Deutschland

    Eine Fachkraft, die Akutversorgung, individuelle Förderung und Schulentwicklung zugleich leisten soll, ist drei Berufe in einem. Warum die Wirkung an der Rollenkonstruktion scheitert und ein Modell mit zwei klar profilierten Rollen besser zur Befundlage passt.

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  11. Verhältnisprävention bei riskanten Konsummustern und Verhaltensweisen: Ein unterschätzter Ansatz mit großem Potenzial

    Werbeverbote, Steuern, Mindestalter, Glasdesign: Verhältnisprävention gestaltet die Kontexte des Konsums. Die Evidenz (García-Pérez et al., 2025) zeigt sie oft wirksamer als Ansätze am Individuum und versteht sie als Akt sozialer Gerechtigkeit.

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  12. Die digitale Welt und das Wohlbefinden von Kindern: Erkenntnisse der OECD-Studie für die Präventionsarbeit

    98 Prozent der 15-Jährigen besitzen ein Smartphone, rund 10 Prozent zeigen Anzeichen problematischer Social-Media-Nutzung: Was der OECD-Bericht „How's Life for Children in the Digital Age?“ (2025) für die Präventionsarbeit bedeutet.

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  13. Das isländische Präventionsmodell: Zwischen Erfolgserzählung und Evidenzlücke

    Reykjavíks Konsumrückgänge sind real, eine randomisierte Wirkstudie zum Modell fehlt bis heute: Warum das isländische Präventionsmodell als Prozessrahmen inspiriert, als kausale Erfolgsgeschichte aber unbelegt bleibt – und was Kommunen daraus lesen können.

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  14. Was bleibt, wenn die Förderung endet? Nachhaltigkeit von Innovationen in Prävention und Gesundheitsförderung

    Was bleibt drei Jahre nach dem letzten Förderbescheid? Implementationsforschung zeigt: Vollständige Verstetigung ist die Ausnahme, partielle Erosion der Normalfall. Nachhaltigkeit ist ein eigenständiges Ergebnis und am Ende eine Verteilungsfrage.

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  15. Evidenzbasiertes prosoziales Handeln: Was Toumbourous Konzept leistet – und wo es seine Grenzen hat

    Wer prosozial handeln will, muss die Folgen seines Handelns kennen wollen: Toumbourous Konzept des evidenzbasierten prosozialen Handelns, geprüft an acht Säulen – von Communities That Care bis zu iatrogenen Effekten gut gemeinter Programme wie DARE.

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  16. WegweiserGrüneListe: Ein digitales Portal für evidenzbasierte Prävention

    Ein Portal von DFK und Landespräventionsrat Niedersachsen bündelt evidenzbasierte Prävention von der Bedarfsermittlung bis zur Umsetzung an einem Ort. Was der WegweiserGrüneListe Fachkräften in den vier Phasen der Programmauswahl bietet.

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  17. Warum Schulen an wirkungslosen Präventionsprogrammen festhalten – und wie De-Implementation gelingt

    Sunk Cost, Status-quo-Bias, Geldgeber-Erwartungen: Warum Schulen wirkungslose und teils schädliche Präventionsprogramme weiterführen (Barrett et al., 2023) – und was die De-Implementation-Forschung über das geordnete Beenden weiß.

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  18. Die Grüne Liste Prävention: Ein Evidenzregister für wirksame Präventionsprogramme

    102 wirksamkeitsgeprüfte Programme, drei Evidenzstufen, 88 Prozent anschlussfähig an die Kassenförderung nach § 20a SGB V: Was die Analyse von Brender et al. (2024) über die Grüne Liste Prävention zeigt – und wo Lücken bleiben.

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  19. Communities That Care und Präventionskette: Zwei Wege zur integrierten kommunalen Prävention im wissenschaftlichen Vergleich

    Communities That Care und Präventionskette im wissenschaftlichen Vergleich: der eine Ansatz gemeinde-randomisiert geprüft und spezifisch wirksam, der andere konzeptionell reich und summativ kaum belegt. Eine Einordnung, die beide als komplementär begreift.

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  20. Lehrergesundheit im Fokus: Neue Erkenntnisse zu Belastungen und Resilienzfaktoren

    Eine Auswertung der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung zeigt: Lehrkräfte sind stärker erschöpft als andere Berufsgruppen, am schwersten wiegt die emotionale Belastung. Als Schutzfaktoren wirken kollegiale Unterstützung und das Abschalten nach der Arbeit.

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  21. Soziale Netzwerkanalyse in der Präventionsumsetzung: Werkzeug, Strategie, Korrektiv

    Soziale Netzwerkanalyse macht sichtbar, wie Programme entlang von Beziehungen wirken: als Diagnose, als Interventionsstrategie, als Korrektiv gegen intuitive Multiplikatorenauswahl. Was sie leistet, wo sie überschätzt wird und warum sie kein Programm ersetzt.

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  22. Memorandum Evidenzbasierte Prävention und Gesundheitsförderung: Ein Wegweiser für die Praxis

    Das BZgA-Memorandum als Wegweiser: fünf Prinzipien evidenzbasierten Arbeitens, ein Spektrum wissenschaftlicher Absicherung von „Praxisprojekt“ bis „Best Evidence“ und die Frage, wie sich erprobte Interventionen auf neue Kontexte übertragen lassen.

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  23. Acht Ansätze wirksamer Präventionskommunikation auf dem empirischen Prüfstand

    Vergleichende Standortbestimmung von EQUIP, ELM, EPPM, Social Norms, Inokulation, Tailoring, Selbstbestimmungstheorie und MINDSPACE – mit aktueller empirischer Evidenz und ihren unbequemen Negativbefunden.

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  24. Die Soziale Entwicklungsstrategie: Theorie, Evidenz und kommunale Praxis

    Warum kommunale Prävention am Programm-Stapeln scheitert: Die Soziale Entwicklungsstrategie nach Hawkins und Catalano erklärt, wie aus Gelegenheiten, Fertigkeiten und Anerkennung Bindung entsteht – und liefert die Architektur hinter Communities That Care.

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  25. Stigmatisierung trotz guter Absicht

    Ein Gastbeitrag: Suchtprävention kann stigmatisieren, gerade wo sie helfen will – in Früherkennung, Polizeikooperation und der Etikettierung von „Risikogruppen“. Wie ethische Reflexion und Ressourcenorientierung die Nebenwirkungen begrenzen.

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  26. Schülerpartizipation in der Gesundheitsförderung: Was die Evidenz hergibt – und was nicht

    Die erste systematische Übersicht zur Schülermitwirkung (Griebler et al., 2017) trennt echte von symbolischer Beteiligung und zeigt: Sie geht mit positiven persönlichen Wirkungen einher, belegt aber nicht, dass sie diese verursacht.

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  27. Soziale Determinanten von Gesundheit: Was wir wissen, was wir nicht wissen, und was daraus folgt

    Der soziale Gradient ist robust: In Deutschland trennen 4 bis 9 Lebensjahre das unterste vom obersten Einkommensquintil. Was Evidenz und Ethik daraus folgern, und warum weder reine Strukturpolitik noch reiner Individualfokus genügt.

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  28. Heterogenität in der Suchtprävention: Interaktionstypologie von Jugendlichen

    Eine Typologie von Kröninger-Jungaberle und Schuldt unterscheidet acht Interaktionsmuster Jugendlicher in Präventionskursen, von Meinungsführern bis Rebellen. Was die Absage an die „Illusion der Zielgruppen-Homogenität“ für die Praxis bedeutet.

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