Evaluation.
Programmevaluation: Effektgrößen, Wirkmodelle, methodische Sorgfalt.
6 Beiträge zum Thema Evaluation
chronologisch
- Prävention
Kleine Effekte, große Fragen: Was eine neue Metaanalyse über schulische Interventionen zur psychischen Gesundheit verrät
Eine Metaanalyse über 18 randomisierte Studien findet für schulische Programme zur psychischen Gesundheit nur einen Gesamteffekt von Hedges’ g = 0,068, bei universellen Angeboten noch kleiner. Liegt der Nutzen nahe null, wiegt jeder iatrogene Effekt schwer.
- Prävention
Primum non nocere: Wenn schulbasierte Mental-Health-Programme schaden statt helfen
Zwei Studien von 2025 zeigen, dass schulische Programme für die psychische Gesundheit auch schaden können: Ein Scoping Review fand bei methodisch strengen Studien 33 Prozent negative Ergebnisse, die AWARE-Studie höhere emotionale Belastung nach Programmende.
- Prävention
Was bleibt, wenn die Förderung endet? Nachhaltigkeit von Innovationen in Prävention und Gesundheitsförderung
Was bleibt drei Jahre nach dem letzten Förderbescheid? Implementationsforschung zeigt: Vollständige Verstetigung ist die Ausnahme, partielle Erosion der Normalfall. Nachhaltigkeit ist ein eigenständiges Ergebnis und am Ende eine Verteilungsfrage.
- Prävention
Warum Schulen an wirkungslosen Präventionsprogrammen festhalten – und wie De-Implementation gelingt
Sunk Cost, Status-quo-Bias, Geldgeber-Erwartungen: Warum Schulen wirkungslose und teils schädliche Präventionsprogramme weiterführen (Barrett et al., 2023) – und was die De-Implementation-Forschung über das geordnete Beenden weiß.
- Prävention
Die Grüne Liste Prävention: Ein Evidenzregister für wirksame Präventionsprogramme
102 wirksamkeitsgeprüfte Programme, drei Evidenzstufen, 88 Prozent anschlussfähig an die Kassenförderung nach § 20a SGB V: Was die Analyse von Brender et al. (2024) über die Grüne Liste Prävention zeigt – und wo Lücken bleiben.
- Prävention
Heterogenität in der Suchtprävention: Interaktionstypologie von Jugendlichen
Eine Typologie von Kröninger-Jungaberle und Schuldt unterscheidet acht Interaktionsmuster Jugendlicher in Präventionskursen, von Meinungsführern bis Rebellen. Was die Absage an die „Illusion der Zielgruppen-Homogenität“ für die Praxis bedeutet.
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