Magazin · Thema Evidenzbasierung

Evidenzbasierung.

Evidenzbasierung in Prävention und Gesundheitsförderung: Standards, Grenzen, Praxis.

16 Beiträge zum Thema Evidenzbasierung

chronologisch

  1. Der früheste Ansatzpunkt: Was familienbezogene Prävention leisten kann und wen sie nicht erreicht

    Kaum ein Befund der Präventionsforschung ist so gut belegt wie der Hebel der Erziehung, und kaum ein Setting wird so zuverlässig verfehlt. Über den Wirkmechanismus, die Effektgrößen, die Grenzen der bekanntesten Programme und die eigentliche Frage der familienbezogenen Prävention: die nach der Erreichbarkeit und den Verhältnissen, in denen Familien leben.

    Prävention
  2. Wenn Programme reisen: Wie viel Anpassung verträgt ihre Evidenz?

    Wie viel Anpassung verträgt ein evidenzbasiertes Programm, bevor seine Evidenz nicht mehr gilt – und wie viel Starrheit verträgt ein Setting? Was Implementationsforschung und Transport-Metaanalysen über das Dilemma von Treue und Passung wissen.

    Forschung
  3. Suchtprävention im Wandel: Konzepte und Praxis im internationalen Spiegel

    Konzepte und Praxis der Suchtprävention im Wandel: von der Abschreckung über die Risikokompetenz bis zur Verhältnisprävention.

    Prävention
  4. Intellektuelle Redlichkeit in der Prävention: Vom Tugendbegriff zur Methode

    Wie aus dem Tugendbegriff der intellektuellen Redlichkeit eine methodische Praxis wird: drei Evidenztypen, Scared Straight als warnendes Beispiel (Odds Ratio 1,68), drei Bias-Mechanismen und Risikokompetenz als ihre kommunikative Form.

    Ethik
  5. Aufmerksamkeit als Präventionsthema: Was aus Metzingers Bewusstseinskultur für die schulische Praxis folgt

    Metzingers Diagnose der Aufmerksamkeitsökonomie hält stand, seine Therapieempfehlung nicht: Schulische Achtsamkeitsprogramme greifen laut MYRIAD bei Jugendlichen nicht. Was folgt, ist eine Verhältnis-Politik der Aufmerksamkeit.

    Ethik
  6. Prävention wird Schulentwicklung

    Das SWK-Gutachten 2026 verlangt von Schulen, künftig auch Wohlbefinden und soziale Eingebundenheit ihrer Schülerschaft systematisch zu erheben – Prävention wird damit Kernaufgabe der Schulentwicklung. Welche erprobten Verfahren das bereits leisten.

    Bildung
  7. Wenn Verständigung gelingt: Warum die deutsche Prävention Partizipation und Evidenz zusammendenken muss

    Partizipativ oder evidenzbasiert? Der Gegensatz, der die deutsche Prävention durchzieht, ist falsch. Wie Habermas’ Diskursethik, das kommunale Modell Communities That Care und der Rechtsrahmen zeigen, dass beides zusammengehört.

    Prävention
  8. Das Gelegenheitsfenster: Warum gute Evidenz allein keine Präventionspolitik macht

    Ein Abschreckungsprojekt tourt gegen den geschlossenen Rat der Fachwelt erfolgreich durch deutsche Kommunen. Was die Policy-Forschung über dieses Scheitern der Evidenz weiß – und was wirksame Advocacy für Prävention von ihr lernen kann.

    Forschung
  9. Die unsichtbare Hand: § 20a SGB V, Marktmechanismen und evidenzbasierte Steuerung in der Prävention und Gesundheitsförderung

    Das Präventionsgesetz baut, was Julian Le Grand einen Quasi-Markt nennt: Lebenswelten wählen, Kassen finanzieren entlang evidenzbasierter Kriterien. Warum die Mittel steigen und die Erreichung der Benachteiligten dennoch sinkt – und was die Lücke schließt.

    Prävention
  10. Verhältnisprävention bei riskanten Konsummustern und Verhaltensweisen: Ein unterschätzter Ansatz mit großem Potenzial

    Werbeverbote, Steuern, Mindestalter, Glasdesign: Verhältnisprävention gestaltet die Kontexte des Konsums. Die Evidenz (García-Pérez et al., 2025) zeigt sie oft wirksamer als Ansätze am Individuum und versteht sie als Akt sozialer Gerechtigkeit.

    Prävention
  11. Evidenzbasiertes prosoziales Handeln: Was Toumbourous Konzept leistet – und wo es seine Grenzen hat

    Wer prosozial handeln will, muss die Folgen seines Handelns kennen wollen: Toumbourous Konzept des evidenzbasierten prosozialen Handelns, geprüft an acht Säulen – von Communities That Care bis zu iatrogenen Effekten gut gemeinter Programme wie DARE.

    Prävention
  12. Die Grüne Liste Prävention: Ein Evidenzregister für wirksame Präventionsprogramme

    102 wirksamkeitsgeprüfte Programme, drei Evidenzstufen, 88 Prozent anschlussfähig an die Kassenförderung nach § 20a SGB V: Was die Analyse von Brender et al. (2024) über die Grüne Liste Prävention zeigt – und wo Lücken bleiben.

    Prävention
  13. Memorandum Evidenzbasierte Prävention und Gesundheitsförderung: Ein Wegweiser für die Praxis

    Das BZgA-Memorandum als Wegweiser: fünf Prinzipien evidenzbasierten Arbeitens, ein Spektrum wissenschaftlicher Absicherung von „Praxisprojekt“ bis „Best Evidence“ und die Frage, wie sich erprobte Interventionen auf neue Kontexte übertragen lassen.

    Prävention
  14. Evidenzbasiert, aber wie? Was die Forschung über das Lehren evidenzbasierter Praxis in der Sozialen Arbeit weiß – und nicht weiß

    Es gibt genau eine systematische Übersichtsarbeit zur Lehre evidenzbasierter Praxis in der Sozialen Arbeit: 27 Studien, fast nur Selbstauskünfte, kaum Verhaltensdaten. Was über wirksame Lehrformate trotzdem bekannt ist – und warum integrierte Lehre vorn liegt.

    Forschung
  15. Schülerpartizipation in der Gesundheitsförderung: Was die Evidenz hergibt – und was nicht

    Die erste systematische Übersicht zur Schülermitwirkung (Griebler et al., 2017) trennt echte von symbolischer Beteiligung und zeigt: Sie geht mit positiven persönlichen Wirkungen einher, belegt aber nicht, dass sie diese verursacht.

    Prävention
  16. Soziale Determinanten von Gesundheit: Was wir wissen, was wir nicht wissen, und was daraus folgt

    Der soziale Gradient ist robust: In Deutschland trennen 4 bis 9 Lebensjahre das unterste vom obersten Einkommensquintil. Was Evidenz und Ethik daraus folgern, und warum weder reine Strukturpolitik noch reiner Individualfokus genügt.

    Prävention
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