Magazin · Thema Iatrogene Effekte

Iatrogene Effekte.

Unbeabsichtigte Schäden präventiver Interventionen: Boomerang, Labeling, Kontamination.

9 Beiträge zum Thema Iatrogene Effekte

chronologisch

  1. Prävention als Beziehungsarbeit. Was Thomas Fuchs' ökologisches Paradigma für die Debatte um schulische Mental-Health-Programme bedeutet

    Schulische Mental-Health-Programme wirken im Schnitt kaum, manche schaden. Was Thomas Fuchs' ökologisches Paradigma für eine beziehungsorientierte Prävention psychischer Gesundheit bedeutet.

    Prävention
  2. Intellektuelle Redlichkeit in der Prävention: Vom Tugendbegriff zur Methode

    Wie aus dem Tugendbegriff der intellektuellen Redlichkeit eine methodische Praxis wird: drei Evidenztypen, Scared Straight als warnendes Beispiel (Odds Ratio 1,68), drei Bias-Mechanismen und Risikokompetenz als ihre kommunikative Form.

    Ethik
  3. Kleine Effekte, große Fragen: Was eine neue Metaanalyse über schulische Interventionen zur psychischen Gesundheit verrät

    Eine Metaanalyse über 18 randomisierte Studien findet für schulische Programme zur psychischen Gesundheit nur einen Gesamteffekt von Hedges’ g = 0,068, bei universellen Angeboten noch kleiner. Liegt der Nutzen nahe null, wiegt jeder iatrogene Effekt schwer.

    Prävention
  4. Das Gelegenheitsfenster: Warum gute Evidenz allein keine Präventionspolitik macht

    Ein Abschreckungsprojekt tourt gegen den geschlossenen Rat der Fachwelt erfolgreich durch deutsche Kommunen. Was die Policy-Forschung über dieses Scheitern der Evidenz weiß – und was wirksame Advocacy für Prävention von ihr lernen kann.

    Forschung
  5. Primum non nocere: Wenn schulbasierte Mental-Health-Programme schaden statt helfen

    Zwei Studien von 2025 zeigen, dass schulische Programme für die psychische Gesundheit auch schaden können: Ein Scoping Review fand bei methodisch strengen Studien 33 Prozent negative Ergebnisse, die AWARE-Studie höhere emotionale Belastung nach Programmende.

    Prävention
  6. Evidenzbasiertes prosoziales Handeln: Was Toumbourous Konzept leistet – und wo es seine Grenzen hat

    Wer prosozial handeln will, muss die Folgen seines Handelns kennen wollen: Toumbourous Konzept des evidenzbasierten prosozialen Handelns, geprüft an acht Säulen – von Communities That Care bis zu iatrogenen Effekten gut gemeinter Programme wie DARE.

    Prävention
  7. Warum Schulen an wirkungslosen Präventionsprogrammen festhalten – und wie De-Implementation gelingt

    Sunk Cost, Status-quo-Bias, Geldgeber-Erwartungen: Warum Schulen wirkungslose und teils schädliche Präventionsprogramme weiterführen (Barrett et al., 2023) – und was die De-Implementation-Forschung über das geordnete Beenden weiß.

    Prävention
  8. Acht Ansätze wirksamer Präventionskommunikation auf dem empirischen Prüfstand

    Vergleichende Standortbestimmung von EQUIP, ELM, EPPM, Social Norms, Inokulation, Tailoring, Selbstbestimmungstheorie und MINDSPACE – mit aktueller empirischer Evidenz und ihren unbequemen Negativbefunden.

    Prävention
  9. Stigmatisierung trotz guter Absicht

    Ein Gastbeitrag: Suchtprävention kann stigmatisieren, gerade wo sie helfen will – in Früherkennung, Polizeikooperation und der Etikettierung von „Risikogruppen“. Wie ethische Reflexion und Ressourcenorientierung die Nebenwirkungen begrenzen.

    Prävention
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Mandy Tuxhorn, M.Sc.